M31 Galaxie Andromedanebel

M31

Bild des Monats Dezember

Wir sind mitten im Herbst angelangt und der Andromedanebel ist fast die ganze Nacht sichtbar.  Am 1. Dezember läuft sie gegen 20:00 Uhr durch den Meridian und steht mit ca. 75° Höhe über dem Horizont fast im Zenit.  Sie ist die größte Galaxie unsere lokalen Galaxiengruppe.  Ihr Scheibendurchmesser liegt bei ca. 150.000 Lj.  Im Vergleich dazu hat unsere Milchstraße einen Scheibendurchmesser von ca. 100.000 Lj. und ist damit die Nr. 2 in der lokalen Gruppe.  Auch was ihre Masse betrifft ist M31 die Nr. 1 in unserer lokalen Gruppe.  Während unsere Milchstraße eine Masse von ca. 300 Milliarden Sterne hat, kommen in der Andromeda Galaxie annähernd 1 Billion (1000 Milliarden) Sonnenmassen zusammen.

Mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,5 mag ist sie relativ leicht mit bloßem Auge im Sternbild Andromeda zu erkennen.  Mit einer Entfernung von ca. 2,5 Mio. Lj. ist sie das entfernteste Objekt, welches wir ohne Hilfsmittel visuell erkennen können.  Zwei Begleitgalaxien von M31 fallen auf:  NGC 205 am unteren Bildrand und M32 am oberen Rand der Andromedagalaxie links der Mitte.  Beide sind durch Gravitation an M31 gebunden, vergleichbar mit den Magellanschen Wolken, die an unsere Milchstraße gebunden sind.

Im Oktober 1923 entdeckte Edwin Hubble auf einer Fotoplatte am 100-inch Hooker Teleskop auf dem Mount Wilson den ersten Cepheiden im M31 (veränderlicher Stern). Unter Anwendung der Perioden-Leuchtkraft-Beziehung der Cepheiden konnte er erstmals die Entfernung zu diesem Nebel ermitteln.  Mit dieser revolutionären Entdeckung war eindeutig bewiesen, dass die Andromeda Galaxie außerhalb unserer Milchstraße liegt und dass unser Universum deutlich größer ist, als bis dahin angenommen.

Das gezeigte Bild wurde im Sept. 2017 von der Hohen Geba im Sternenpark Rhön aufgenommen.  Im Vergleich zu anderen Galaxien sind hier die Sternentstehungsgebiete mit den roten Ha Regionen relativ klein.  Sie sind aber bei genauem Hinsehen zu erkennen.  Ebenso fallen die vielen blauen Gebiete auf, bei denen es sich um junge Sternhaufen handelt.

zum Bild des Monats Oktober                                                     zum Bild des Monats Januar