Natürlich möchten wir heutigen Menschen nicht auf die Vorzüge von künstlichem Licht verzichten. Künstliches Licht verlängert uns den Tag in die Nacht hinein und macht unser modernes Leben erst möglich. Dennoch ist dort, wo viel Licht ist, bekanntlich auch Schatten.

 

Der durch die Erdrotation vorgegebene Wechsel von Tag und Nacht ist der grundlegendster Rhythmus des Lebens. Viele Tiere und Pflanzen der Rhön sind nachtaktiv und benötigen daher natürliche Nachtlandschaften. Zugvögel fliegen überwiegend in der Nacht und viele tag- und nachtaktive Arten leiden nachweislich unter künstlichem Licht. Wissenschaftlich nachgewiesen ist zudem, dass das menschliche Hormonsystem auf künstliches Licht – und insbesondere auf kaltweißes – bei Nacht reagiert und die Melatoninproduktion des Körpers drosselt. Daher ist es wichtig, dass die Beleuchtung in den Kommunen zukünftig umweltverträglicher und effizienter als bisher gestaltet wird.

 

Wird Licht nicht gerichtet gelenkt wird, streut es ungenutzt und sehr weit. Vor allem die Abgabe von Licht in den oberen Halbraum und den Himmel stellen damit eine Verschwendung wertvoller Ressourcen dar. Maßnahmen zur Reduzierung des unerwünschten Lichteintrags sind also immer ein Beitrag zur gesamtgesellschaftlich geforderten Energiewende der Bundesregierung.

 

Auswirkungen der Lichtverschmutzung

Das Bundesamt für Naturschutz informiert in seiner Broschüre „Schutz der Nacht – Lichtverschmutzung, Biodiversität und Nachtlandschaft“ über die vielfältigen Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf Mensch, Tier und Natur : http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript_336.pdf

 

Weitere Informationen zur Problematik der Lichtverschmutzung finden Sie unter www.lichtverschmutzung.de (Seite der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternenfreunde).

 

Interdisziplinärer Forschungsverbund Leibniz-Institut http://www.verlustdernacht.de

oder die Seite http://www.hellenot.org/ der Umweltanwaltschaft Tirol.

 

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