Sommerdreieck und Milchstraße

Der Sternhimmel wird zur Monatsmitte durch das Sommerdreieck, bestehend aus den Sternen Wega (Leier), Deneb (Schwan) und Altair (Adler) und dem Band der Milchstraße beherrscht. Dieses zieht sich, ausgehend vom Sternbild der Cassiopeia tief im Norden über die Sternbilder Schwan, Adler bis zum Skorpion und Schützen tief im Süden hin. Dort ist die Ansammlung an Sternen am größten, da unser Blick in das Zentrum der Milchstraße gerichtet ist – dort ist die höchste Sternendichte.

Innerhalb der Milchstraße sind immer wieder sternenärmere Bereiche zu sehen, welche aus sogenannten Dunkelwolken bestehen. Hierbei handelt es sich um Wasserstoffgas, welches nicht durch Sterne zum Leuchten angeregt wird. In mondlosen Nächten lohnt sich eine Entdeckungsreise mit dem Fernglas, denn es gibt zahlreiche offene Sternhaufen zu sehen, die Ansammlungen junger Sterne sind.

Mit 152 Millionen Kilometern Abstand zur Sonne befindet sich die Erde am 4.Juli auf dem sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn. Dies kommt zustande, da die Erde keine Kreisbahn um die Sonne beschreibt, sondern die Form einer Ellipse mit einem sonnenfernsten Punkt (Aphel) und sonnennächsten Punkt (Perihel) hat.

Der Mond nimmt im Laufe der ersten Monatshälfte zu und erreicht seinen Vollmondstatus am 13.7.

Lohnenswert ist momentan vor Allem der Blick in den sehr frühen Morgenhimmel. Denn die mit bloßem Auge sichtbaren Planeten Saturn, Jupiter und Mars erstrecken sich wie aufgereiht an einer Perlenkette von Süd nach Ost. Kurz vor Sonnenaufgang geht im Nordosten die schöne Venus auf und vervollständigt die 4-Planetenkette.

An Sternschnuppenströme sind ab dem 12.7. die Delta-Aquariiden aktiv, die Ende Juli ihr Maximum erreichen und deren Radiant im Sternbild Wassermann liegt. Ab dem 16.7. sind die ersten Exemplare der Perseiden zu sehen, die im August ihr Maximum erreichen und zu den stärksten sichtbaren Sternschnuppenströmen der nördlichen Halbkugel zählen.

Dr. Franz-Peter Schmidt, Verein Sternenpark Rhön e.V.