Venus, Mond und die sieben Schwestern

Foto: Simon Manger | Nikon D750 | ISO 2500 | 15 sek | 24 mm | Blende 4.5

Leider hat uns das Corona-Virus am Tag der Astronomie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eigentlich wäre geplant gewesen, dass sich der Sternenpark Rhön e.V. mit einem vielseitigen Programm daran beteiligt, um den Nachtschwärmern die Sterne vom Himmel zu holen. Nichtsdestotrotz zeigte sich der abendliche Sternenhimmel von seiner besten Seite. Venus, Mond und die Plejaden standen als Trio am klaren Westhimmel. Wer ab 19:55 draußen war, konnte der Internationalen Raumstation zusehen, wie diese über den Himmel zog. Ab kurz nach 20 Uhr gab es ein weiteres Himmelsschauspiel menschlicher Natur. Von Südwesten her zogen die Starlink-Satelliten vom Sternbild Orion über den Löwen bis hin in das Sternbild der Jagdhunde. Mehrere dutzend solcher Satelliten bewegten sich wie an einer Perlschnur aufgereiht über den Himmel. Im ersten Moment ist es ein faszinierendes Schauspiel. Da allerdings noch weitere Satelliten dieser Art folgen werden – allein Elon Musk hat rund 40.000 Satelliten dieser Art geplant – wird der Nachthimmel bald nicht wieder zu erkennen sein.

Das Foto oben wurde außerhalb des Sternenpark Rhön gemacht. Genauer gesagt in der Nähe von Arnstein in Unterfranken. Markant stehen Venus, Mond und die Plejaden über den Bäumen im Vordergrund. Links davon ist das Sternbild Orion mit den Strichspuren der Starlink-Satelliten zu sehen. Der Horizont ist von Lichtglocken der umliegenden Dörfer und Gemeinden gesäumt. Leider ist man in dieser Gegend noch nicht so fortschrittlich wie in der Rhön

Hier geht es zur Bildergalerie “Bild des Monats”