Nordamerikanebel und Pelikannebel

Die Zeit der Sommersternbilder hat begonnen und im Laufe der Nacht steigt das Band der Milchstraße von Osten her auf und wandert nach oder um Mitternacht durch den Zenit und den Meridian.  Die Region im Sternbild Schwan ist der sternenreichste Teil der nördlichen Milchstraße.  Dort finden wir zahlreiche Sternentstehungsgebiete, die im Sommer hoch über uns zu beobachten sind.

Der Nordamerikanebel NGC 7000 und der Pelikannebel IC 5070 gehören zu den großen HII Regionen des nördlichen Sternhimmels.  NGC 7000 ist recht einfach zu finden, da er nur etwa 3° östlich von Deneb, dem hellen Hauptstern des Schwans liegt.  Die Entfernung ist etwas unsicher und wird auf 1600 bis 2500 Lj geschätzt, seine wahre Ausdehnung auf ca. 100 Lj.  Die scheinbare Ausdehnung dieser Region erreicht etwa 4 Vollmonddurchmesser aber die Flächenhelligkeit ist so gering, dass der Nebel mit bloßem Auge unsichtbar bleibt.

Erst in einem größeren Feldstecher und in klaren dunklen Sommernächten ist der Nebel wahrzunehmen, wenn er hoch im Zenit steht.  Seine Form, Leuchtkraft und Farbe tritt aber nur bei Astroaufnahmen hervor.  NGC 7000 war auch eine der ersten  Entdeckungen, die mit Hilfe der Astrofotografie möglich waren.  1891 entdeckte ihn Max Wolf mit einem 6″ Doppelastrographen in Heidelberg.

Das Bild wurde in der Rhön im Schwarzen Moor aufgenommen.

 

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