Allgemeine Hinweise für Besucher des Sternenpark Rhön

Immer mehr Menschen möchten die Schönheit des Rhöner Nachthimmels erleben. Da die Anzahl derer kontinuierlich steigt, und somit auch Probleme in diesem Zusammenhang zunehmend erkennbar werden, möchten wir in diesem Beitrag auf das richtige Verhalten innerhalb des Sternenpark Rhön bzw. des UNESCO Biosphärenreservat Rhön hinweisen.

  • Bitte benutzen Sie ausschließlich Lampen mit dunkelrotem Licht und leuchten damit nur nach unten. Anhand einem Stück roter Folie, ausgebrannten Grablichtern oder speziellen Lampen lässt sich dieses leicht realisieren. Positiver Nebeneffekt: Ihre Augen können die volle Nachtsichtfähigkeit erreichen bzw. beibehalten, sodass Sie den Sternenhimmel noch detailreicher bestaunen können.
  • In der Rhön gilt die Straßenverkehrsordung auch bei Nacht. Dies betrifft insbesondere Parkverbote und Zugangsbeschränkungen. Bitte halten Sie sich daran.
  • Viele Wege führen zum Sternenhimmel. Bitte bleiben Sie, egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Kraftfahrzeug, auf den Wegen.
  • Wenn Sie einen Himmeslschauplatz oder einen Beobachtungsplatz (Teleskop) anfahren, fahren Sie bitte die letzten hundert Meter mit Standlicht und in Schrittgeschwindigkeit. Aber fahren Sie bitte auch sonst mit Abblendlicht, um andere Nachtschwärme durch die inzwischen sehr leistungsfähigen Schweinwerfer nicht zu blenden.
  • In der Rhön sind Ranger unterwegs, die dafür sorgen, dass dort alles rund läuft. Bitte akzeptieren Sie deren Anweisungen.
  • Vielerorts besteht die Möglichkeit auf ausgeschriebenen Plätzen mit dem Zelt oder Wohnmobil zu übernachten. Bitte nutzen Sie ausschließlich diese.
  • Bitte nehmen Sie Ihren Müll wieder vollständig mit nach Hause. Wie auch beim Wander gilt: Nur Eindrücke mit nach Hause nehmen und zugleich nichts als Fußspuren hinterlassen.
  • Wir bitten darum, besonders geschützte Bereiche wie die Kernzonen der Naturschutzgebiete bei Nacht nicht zu betreten.
  • In der Rhön sind an vielen Stellen die Wälder naturbelassen. Bitte meiden Sie den Wald nach Sturm, Gewitter oder Neuschnee, da Totholz herabfallen kann.
  • Nicht nur im Sommer kann es in der Rhön sehr trocken sein. Bitte entfachen Sie kein Feuer bzw. unterlassen Sie das Rauchen, um Vegetationsbrände zu verhindern.
  • Sobald sich der Tag dem Ende neigt, kommen die Wildtiere aus ihrer Deckung heraus. Bitte nehmen Sie Ihren Hund an die Leine.
  • In der Rhön ist nachts allgemein sehr viel Wild unterwegs. Bitte fahren sie auch dort vorsichtig, wo keine Wildwechsel ausgeschildert sind.
  • Nicht alle können die Nacht zum Sternegucken nutzen. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf schlafende Menschen, sodass diese Erholung finden können.
  • Das Teilnehmen an Veranstaltungen und der Aufenthalt in der Rhön geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr. Bitte denken Sie daran, dass Sie letzten Endes für sich selbst verantwortlich sind.
  • Die zuvor genannten Hinweise lassen sich auch auf alle anderen Bereiche außerhalb der Rhön übertragen.

Spezielle Hinweise für Fotografen

Regelmäßig lässt sich in der Rhön beobachten, wie Fotografen mit wahnsinnig hellen Lampen durch die Rhön streifen, um zu ihrem Motiven zu gelangen oder bzw. dieses für ihre Aufnahmen zu illuminieren. Zwar ist es so, dass die Fotografen selbst nicht auf die Dunkeladaption angewiesen sind, jedoch stören diese andere Nachtschwärmer mit ihrem grellen Licht ungemein.

Auch hier empfehlen wir dringend den Einsatz von rotem, gedämpften Licht, welches ausschließlich nach unten gerichtet wird. Wer nicht ohne die Ausleuchtung seines Wunschmotives auskommt, dem empfehlen wir das Mondlicht zu auszunutzen. Das Internet, als auch diverse Apps, bieten umfangreiche Auskunft über den jeweiligen Stand bzw. die Mondphase und die damit einhergehende Helligkeit. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit eine natürliche Lichtquelle zu nutzen.

Des weiteren bitten wir darum, auch die Bildschirme abzuschirmen. Bewährt hat sich hierbei ein über die Kamera gestülptes, schwarzes T-Shirt. Die Öffnung für den Hals wird über die gesamte Kamera gestülpt, welche bis zum Stativ hinuntergezogen wird. Aus einem der Ärmel lugt das Objektiv. Um die Kamera einstellen bzw. die Ergebnisse anschauen zu können, steckt man den Kopf in das T-Shirt. Auf diese Weise nicht unnötig Licht in die Umwelt, welches andere Menschen blenden kann.

Zu guter Letzt sei gesagt, dass es auch der Respekt gegenüber den anderen Fotografen gebietet, mit Kunstlicht sehr sorgfältig umzugehen. Die eigenen Aufnahmen sollen schließlich durch den Lichteinsatz der anderen auch nicht verunstaltet werden.

 

All jenen, die unsere Hinweise befolgen und somit auch anderen eine ungeblendeten, sauberen und ruhigen Aufenthalt in der Rhön ermöglichen, wünschen wir einen klaren Sternenhimmel. Wir freuen uns auf Ihr kommen!