Sternenbrücke über der Wasserkuppe

Foto: Ralf Raab | Sony α7S | ISO 12.800 | 15 sek | 20 mm | Blende 1.8 | 29 Aufnahmen in zwei Reihen | Mittels PanoramaStudio zusammengefügt | Nachbearbeitung mit Photoshop

Die Wetterbedingungen waren in den vergangenen Wochen für Sternengucker außergewöhnlich gut. Selten gab sich der Himmel so klar. Selten war der Blick zu den Sternen so gut. Ralf Raab hatte die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sich auf die Wasserkuppe begeben. Direkt unterhalb des Fliegerdenkmals baute er seine Kamera auf, um den höchsten Berg der Rhön unter dem Band der Sommermilchstraße zu fotografieren. Ab Mitternacht steigt diese zur Zeit am Ost-Horizont empor, um wie eine mächtige Bogenbrücke am Himmel zu stehen.

Wie man dem Foto leicht entnehmen kann, ist das Milchstraßenband nicht gleichmäßig ausgeprägt. Das liegt sowohl an der Morphologie unserer Heimatglaxie als auch an der Perspektive mit der wir diese betrachten. Stark vereinfacht, hat unsere Galaxie die Form eines Diskus, in dessen äußeren Randbereich sich unser Sonnensystem mit der Erde befindet.

 Blickt man entlang der Mittelebene in Richtung Zentrum, so sind wesentlich mehr Sterne sichtbar. Im Bereich des Zentrums ist die Sternendichte am höchsten. Das Milchstraßenband ist sehr stark ausgeprägt. Blickt man hingegen weg vom Zentrum, so tritt die Milchstraße schwächer in Erscheinung.

Des weiteren sind innerhalb des Milchstraßenbandes dunkle Wolken erkennbar. Hierbei handelt es sich um Wolken aus kaltem Gas und Staub, die sich im Bereich der Mittelebene unserer Milchstraße befinden. Diese Wolken lassen das Licht der dahinter liegenden Sterne nicht hindurch, sodass der Himmel in diesen Bereichen weniger Sterne zeigt.

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