Sterne sind besonders schön überm Sternenpark der Rhön!

Die ersten Februartage zeigen kurz vor Sonnenaufgang gleich 5 Planeten: Jupiter, Mars, Saturn, Venus und sogar den seltenen Merkur. Planeten nehmen, wie auch der Mond, den Weg der sog. Ekliptik von Ost nach West, und dort finden wir in der Zeit vor Mitternacht der Reihe nach die Sternbilder Löwe, Krebs, Zwillinge und Stier:

Der Löwe wird die ganze Nacht hindurch von Jupiter begleitet, den am 24.2. zudem der Vollmond besucht. Im ansonsten lichtarmen Krebs zeigt sich der sogenannte offene Sternhaufen namens  Krippe. Solche wie Perleninseln glitzernde Ansammlungen enthalten Dutzende bis mehrere hundert Sterne, die gemeinsam entstanden sind. Auch die Zwillinge Kastor und Pollux hüten so einen Schatz, genau auf Kastors großem Zeh. Aldebaran, das rote Auge des Stiers, zeigt sich im Sternhaufen der Hyaden, und rechts davon funkelt das Siebengestirn, die Plejaden.

Südlich des Stiers erhebt sich unübersehbar der Riese Orion mit Sternen, die längeren Innehaltens wert sind: Beteigeuze links oben ist ein Stern im Endstadium, 660-mal so groß wie die Sonne und dem Platzen nahe. Rigel rechts unten strahlt blauweiß im besten Alter und  zigtausend Mal heller als die Sonne. Vom linken der drei Gürtelsterne des Riesen hängt ein nebliger Lichtfleck herab. Es ist dies eine superheiße Gaswolke, in der ständig neue Sterne entstehen. So ist Orion eine Musterkollektion dessen, was der Nachthimmel dem bloßen Auge bietet – alt und jung, groß, heiß und bunt. Der helle Stern links unterhalb von Orion ist Sirius, doppelt so groß wie die Sonne und 8,6 Lichtjahre entfernt.

Im Bereich von Zwillingen und Stier wird die Ekliptik von der Milchstraße gekreuzt, die von Süd nach Nord verläuft. Gen Norden zu erreichen wir die Sternbilder Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia, mit einer weiteren Perleninsel zwischen letzteren beiden. Links davon nähert sich der Große Wagen dem Zenit, die Rückwand nach oben zum Polarstern weisend, welcher gleichzeitig Schwanzspitze des Kleinen Bären ist. Der Drache ringelt sich derweil über den Nordosthimmel.

Schließlich wird ab und zu auch ein künstlicher Sten von West nach Ost ziehen – die Raumstation ISS, deren Überflugzeiten man im Internet finden kann.

Viele klare Nächte, um all dies bewundern zu können, wünscht das Team des Vereins Sternenpark Rhön e.V. (rm/sf)