Foto: Simon Manger | Aura a. d. Saale mit öffentlicher Beleuchtung (oben) und ohne dergleichen (unten) | Nikon D750 | ISO 1600 | 20 sek | 120 mm | Blende 4,5 | jeweils 16 Aufnahmen | zusammengefügt mit Hugin

In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August fand erstmals die Aktion “Licht aus – Sterne an!”. Diese war zugleich die Auftaktveranstaltung der 2. Rhöner Sternenparkwochen. Auf Initiative des UNESCO Biosphärenreservat Rhön wurden die Kommunen innerhalb des Sternenpark Rhön dazu aufgerufen, für eine volle Nacht die öffentliche Beleuchtung gänzlich ausgeschaltet zu lassen. Dies geschah auf freiwilliger Basis. Über ein dutzend Kommunen aus Hessen, Thüringen und Bayern folgten diesem Aufruf. Ziel war es zum einen, der Bevölkerung das Ausmaß der Lichtverschmutzung zu verdeutlichen, welche von ihrer eigenen Ortschaft ausgeht. Auch sollte der Nachthimmel den Leuten besonders sicht- und erlebbar gemacht werden. Da das Wetter der Aktion gegenüber wohlgesonnen war, gab es hierzu beste Voraussetzungen, um den weitestgehend natürlichen Nachthimmel aus dem Garten zu betrachten. Die Aktion stellt auch eine Art Pilotprojekt bzw. Testballon dar, um herauszufinden wie die zeitweise Abschaltung der öffentlichen Beleuchtung bei den Bürgern ankommt.

Bei den Bildern handelt sich sich um Vergleichsaufnahmen, welche mit identischen Parametern aufgenommen wurden. Die obere Bildhälfte zeigt die jeweilige Ortschaft mit der eingeschalteten öffentlichen Beleuchtung. Darunter ist diese wiederum ausgeschaltet. Alles was dort noch an Lichtquellen zu sehen ist, stammt aus dem privaten bzw. gewerblichen Bereich. Oftmals sind hierbei Lichtquellen erkennbar, die zum Ausleuchten der Hofeinfahrt bzw. des Betriebsgeländes genutzt werden. Das Gros der Lichter stammt jedoch direkt aus den Wohnräumen.

Die Vereinsmitglieder um Andreas Hähnel und Sabine Frank dokumentierten die Aktion fotografisch, sodass die Beleuchtungssituationen direkt miteinander verglichen werden können. Wichtig war hierbei, dass die Parameter bei den Aufnahmen identisch sind. Da die Nächte zu dieser Zeit noch recht kurz sind – es sind rund fünf Stunden – galt es diese möglichst gut zu nutzen. Teilweise waren die Standorte schon von vergangenen Exkursionen bekannt. Bei manchen wiederum wurde diese erst über das Internet recherchiert und am Tag erkundet, um sie dann in der Nacht erneut aufzusuchen.

Foto: Simon Manger | Fladungen mit öffentlicher Beleuchtung (oben) und ohne dergleichen (unten) | Nikon D750 | ISO 1600 | 20 sek | 120 mm | Blende 4,5 | jeweils 13 Aufnahmen | zusammengefügt mit Hugin

Auch die Stadt Fladungen, welche über die Verwaltungsgemeinschaft Fladungen Mitglied beim Sternenpark Rhön e.V. ist, nahm an dieser außergewöhnlichen Aktion teil. Begleitet durch ein Team des Bayerischen Rundfunks, wurde die Aktion dort in Bild und Ton festgehalten. Aus den Filmaufnahmen entstand letzten Endes ein zehnminütiger Beitrag, welcher in der Sendung “Zwischen Spessart und Karwendel” ausgestrahlt wurde.

An dieser Stelle möchte sich der Sternenpark Rhön e.V. bei allen Kommunen bedanken, die bei dieser Aktion mitgewirkt haben. Wir würden uns sehr über eine Neuauflage im kommenden Jahr freuen.